Pädagogische Ziele


Was bildet die Grundlage unserer Bildungs- und Erziehungsarbeit?

Unser Schulleitbild stellt das Kind und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Diesem Anspruch wollen wir im Rahmen unserer Arbeit gerecht werden.
Die Zukunftsorientierung, also die Frage, was ein junger Mensch in 10 oder gar 20 Jahren brauchen wird, um sein Leben erfolgreich meistern zu können, ist unser Ziel. Daher orientieren wir uns an den Erkenntnissen der Neurowissenschaften und deren Umsetzungsmöglichkeiten in den Unterricht. 

Im Sinne nachhaltiger Bildung spielen der Aufbau und die Entwicklung von Kompetenzen eine wesentliche Rolle an der Europaschule. Dazu zählen neben Fachkompetenz auch Sprach-, Medien-, Sozial- oder Methodenkompetenz. Oft hört man in diesem Zusammenhang auch den Begriff „Schlüsselkompetenzen“.

Unsere Unterrichtsmethoden

Die Schülerin/Der Schüler wird als Person ernst genommen und in den Lernprozess einbezogen. So lernen die Kinder auch, mit zunehmender Reife, mehr und mehr die Verantwortung für das Gelingen des Lernens zu übernehmen. Man nennt dies in der Pädagogik auch autonomes Lernen.

Im Unterricht arbeiten die Schülerinnen und Schüler aktiv mit, das heißt, sie lernen handlungsorientiert und entdeckend an konkreten Beispielen. Dieses selbstständige, eigenverantwortliche Lernen beinhaltet viele Partner- oder Gruppenarbeiten.

Wir streben danach, dass die Kinder verstehen, was (und warum) sie lernen, damit sie das Gelernte auch behalten und mit neuen Informationen vernetzen können.
Auswendig gelerntes, zusammenhangloses Faktenwissen allein reicht nämlich in der Welt von morgen nicht mehr aus. Es geht also beispielsweise darum, zu lernen, woher man verlässliche Informationen bekommt, wie man teamfähig wird, wie man mit Konflikten umgeht, oder wie man sich präsentiert.

Damit nachhaltiges, d.h. ein zu Kompetenzen führendes Lernen gelingt, muss sich ein junger Mensch wohl fühlen. Die Atmosphäre in der Klasse/in der Schule muss positiv sein. Wie man aus der Gehirnforschung weiß, löst Lernerfolg einen Turboeffekt aus. Misserfolge, Angst oder zu großer Notendruck bewirken genau das Gegenteil. Daher ist uns ein lernförderliches Schulklima ganz besonders wichtig und steht im Zentrum der pädagogischen Arbeit. Das Üben von Teamfähigkeit, das Entwickeln einer realistischen Selbsteinschätzung und eine tragfähige Vertrauensbasis zwischen Schülern-Lehrern-Eltern spielen deshalb eine große Rolle.

Lernen, das zu Können = Kompetenzen führt

Lernen ist immer mit Arbeit und Anstrengung verbunden. Unser System der aktiven Mitwirkung der SchülerInnen am Lernprozess stärkt die Motivation und trägt zum Kompetenzerwerb bei. Dies gelingt besonders gut durch Fächer übergreifende Projekte.
Die Kinder lernen bei uns, selbstständig am Lernprozess mitzuwirken. Dies klingt vielleicht etwas kompliziert, doch es ist die Basis des Erfolges unserer Schule.

In der Praxis bedeutet es, dass unsere Pädagoginnen und Pädagogen in Zusammenarbeit mit den Eltern versuchen, dass ein Kind in erster Linie Kompetenzziele und nicht nur Leistungsziele verfolgt. Dazu gehört, dass Leistungen aus eigenem Bemühen heraus erfolgen. Belohnt wird dabei auch der Fortschritt der Bemühung und nicht nur die Leistung allein. Nur auswendig Gelerntes, oder gar vorgetäuschte und erschwindelte Leistungen sind deshalb bei uns kontraproduktiv.

Beurteilung

Die Noten an der Österreichisch-Ungarischen Europaschule werden nach dem österreichischen System gegeben. Die beste Note ist Sehr gut (1), die schlechteste Nicht genügend (5), dazwischen stehen Gut (2), Befriedigend (3) und Genügend (4). Die Notenskala wird ausgeschöpft, das heißt, dass es nicht immer nur Gut oder Sehr gut gibt.

Die Kinder lernen dadurch, dass es im Leben nicht nur Schwarz und Weiß, sondern auch Abstufungen gibt. Ein Gut oder ein Befriedigend ist also eine durchaus akzeptable Leistung. Ein Genügend wiederum ist noch keine Katastrophe, aber ein Warnsignal, das es zu beachten gilt.

Wir bitten die Eltern darum, von ihren Kindern nicht zu erwarten, lauter Sehr gut zu schaffen. Dies erzeugt zu großen Druck vor Schul- oder Prüfungsarbeiten und wirkt sich negativ auf den Lernerfolg aus.

Qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer, engagierte Eltern

Unsere Stärke ist ein qualifiziertes, engagiertes Lehrerteam,  das aus österreichischen und ungarischen Pädagoginnen und Pädagogen besteht. Das Vorbild, das wir - Eltern und Lehrer - unseren Schülerinnen und Schülern im Unterricht und im Schulalltag geben, ist entscheidend für deren zukünftige Entwicklung.
Als unverzichtbar für eine ganzheitliche Ausbildung erachten wir deshalb auch die Vermittlung von ethischen Werten.

Evelin Stanzer
und das Lehrerteam der Österreichisch-Ungarischen Europaschule