Projektergebnisse 5C


 

 





Von der Idee zum Projekt:

Ich fühl', ich fühl', ich weiß nicht was?

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus den 5. Klassen (2014) gab den Anstoß zu dieser Projektidee. Es ging darum, im Deutschunterricht für verschiedene Alltagssituationen die richtigen Worte zu finden, um die Gefühle und Stimmung der handelnden Personen möglichst treffend zu beschreiben.
Dies bereitete den Kindern (10-11 Jahre) doch einige Schwierigkeiten, denn meistens kamen nur "gut" und "schlecht", "traurig" oder "lustig".

Selbst in ihrer Muttersprache kannten die SchülerInnen nur wenige treffende Begriffe bzw. fehlten ihnen die „richtigen“ Worte, wie sie es selbst nannten. Gefühle in einer anderen Sprache differenziert auszudrücken, gehört wohl zu den schwierigsten, aber wichtigen, Kapiteln des Sprachenlernens.

Mit Unterstützung der Schriftsteller Jutta Treiber und Dávid Ádám, sowie der Schauspielerin Kopek Janka und des jungen Filmemachers Kopek Donát (beide sind Alumni unserer Schule) haben sich die Klassen 5A, 5B und 5C eingehend mit diesem Thema beschäftigt. Sie sind nun wahre GefühlsexpertInnen, sagen die Kinder!

 

Wir danken dem Österreichischen Bildungsministeriums (BMBF) und Kulturkontakt Austria für die großzügige Förderung des Projektes.
 

Danke gebührt auch den Lehrerinnen und Lehrern, die das Projekt betreuten:

Katona Eszter, Johannes Neuschmid, Katalin Badhofer, Kakuk Timi, Mag. Sieglinde Jug.
 

Viele Freude bei der Betrachtung der Projektergebnisse!

 



Ich und meine Gefühle - Gemeinschaftsproduktion

Es ist gut, wenn ich meine Gefühle kenne und sie benennen kann.

 

Wenn ich mich riesig freue, kann ich laut jubeln und lachen, manchmal auch Hurra schreien, singen und tanzen.

Ich springe vor Freude in die Luft, wenn ich sehr fröhlich bin.

Ich genieße mein Leben und schenke allen Menschen, die ich sehe, ein Lächeln.

Oft bin ich ohne Grund einfach gut gelaunt und wunschlos glücklich.

 

Doch ich kenne auch die Trauer, und die hat viele Gesichter.

 

Ich bin niedergeschlagen, wenn mich meine Freunde auslachen.

Ich bin betrübt, wenn meine Mutter krank ist.

Ich bin bekümmert, wenn ich eine schlechte Note bekomme.

Ich bin enttäuscht, wenn ich keine Zeit mehr zum Spielen habe.

Ich bin verzweifelt, wenn ich in einem Geschäft meine Eltern verliere.

Ich bin todunglücklich, wenn ich mehrmals enttäuscht werde.

 

Dann ist es gut, wenn jemand kommt und mich tröstet, in den Arm nimmt und hilft.

Es ist für mich wichtig, eine liebevolle Familie und gute Freunde zu haben. So kann die Freude wieder zurückkehren.

 

Aber ich kenne auch die Angst. Sie ist ein großes Gespenst, ein dunkler Schatten.

Ich habe ein mulmiges Gefühl in der Magengegend, wenn ich in der Nacht komische Geräusche höre.

Mir läuft ein eiskalter Schauder über den Rücken, wenn ich im Dunkeln in den Keller gehen muss.

Wenn ich eine Spinne sehe, schlottern mir die Knie.

Mein Herz klopft bis zum Hals, wenn ich einen schwierigen Test schreiben muss.

 

Wenn mich mein Bruder absichtlich erschreckt, dann bin ich zuerst geschockt und verängstigt, aber dann werde ich fuchsteufelswild. Ja, dann könnte ich die Wände hoch gehen.

Auch Unrecht macht mich wütend, und dann sehe ich rot.

 

Aber wenn ich tief durchatme und nachdenke, dann geht s mir schon ein bisschen besser. Ein Gespräch mit Freunden hilft mir auch. Gerne höre ich Musik, damit es mir wieder gut geht.

Manchmal heitern mich meine Freunde oder meine Familie auf, dann kehrt die Freude zurück.

 



Gefühlsgeschichten: